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Bleibende Erinnerung: Richard-Rogler-Platz feierlich eingeweiht

Mit der Einweihung am 10. Juli hat die Stadt Selb Richard Rogler ein Denkmal gesetzt - der Platz vor dem Rosenthal-Theater erinnert von nun an als Richard-Rogler-Platz an einen der bekanntesten Söhne der Stadt. Zahlreiche Weggefährten, Mitglieder des Stadtrates sowie Bürgerinnen und Bürger nahmen an der Einweihung teil und gedachten gemeinsam des 2024 verstorbenen Kabarettisten.

In seiner Ansprache würdigte Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch Richard Rogler nicht nur als herausragenden Kabarettisten und überzeugten Demokraten, der seine Heimat trotz seiner jahrzehntelangen Wahlheimat Köln nie aus den Augen verloren habe. Er habe immer wieder von seiner Kindheit erzählt, Erinnerungen an Menschen und Orte geteilt und mit seinem Dialekt seine Wurzeln bewahrt. Bereits 2015 sei er für seine außergewöhnliche Verbundenheit mit der Stadt Selb und seinem großen Engagement für Vereine, bei Benefizveranstaltungen oder zahlreichen Projekten mit dem Goldenen Ehrenring ausgezeichnet worden. Mit den Worten „Weil Richard Rogler zwar die großen Bühnen Deutschlands erobert hat – sein Herz aber immer auch hier in Selb geblieben ist.“ übergab Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch das Wort an die Schwester des Verstorbenen, Frau Anneliese Wolf, die persönliche Erinnerungen an ihren Bruder mit den anwesenden Gästen teilte. Ein besonderer Moment und der feierliche Höhepunkt der Veranstaltung folgte im Anschuss mit der Enthüllung der Gedenktafel gemeinsam durch Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch, der Schwester des Verstorbenen Anneliese Wolf und der Tochter Marianne Rogler.

Die Terminierung der Feierstunde am Nachmittag des Wiesenfest-Freitags erfolgte ganz bewusst, denn Richard Rogler pflegte auch eine enge Verbindung zum Selber Heimat- und Wiesenfest. Jahr für Jahr kehrte er in seine Heimat zurück, um die besondere Atmosphäre der Festtage zu genießen. Mit dem Richard-Rogler-Platz schafft die Stadt Selb einen Ort, der dauerhaft an einen außergewöhnlichen Künstler und Menschen erinnert, heute und auch in der Zukunft. 

Viele Besucherinnen und Besucher nutzten bei der von Familie Gebhardt organisierten Bilderausstellung die Gelegenheit zum Austausch. Verschiedene Stationen aus dem Leben von Richard Rogler weckten schöne Erinnerungen und bei einer von der Familie Gebhardt gespendeten Brotzeit klang die Feierstunde in geselliger Atmosphäre aus.