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Die Spielzeit 2010/2011 im Rosenthal-Theater Selb

Die Spielzeit 2010/11 im Rosenthal-Theater Selb


Highlights am laufenden Band verspricht auch die kommende Spielzeit 2010/11 im Rosenthal-Theater Selb. Etwas länger als sonst ist die Sommerpause. Der völlig verschlissene Bühnenboden muss komplett erneuert werden und das kostet etwas Zeit. Dafür spielen die Ensembles ab Herbst auf nagelneuem Parkett.

Vor Beginn der Veranstaltungen im großen Saal wird im Theaterfoyer am Sonntag, 26. September, um 19 Uhr, die erste Kunstausstellung der Stadt Selb in der neuen Saison eröffnet. Der in Ungarn geborene und in Selb lebende Künstler Laird Erwin Jack Krone of John o’Groats zeigt Ölbilder zu verschiedenen Themen. Seine Bilder waren bereits in zahlreichen Ausstellungen zu sehen. Der Künstler ist Mitglied im Berufsver-band Bildender Künstler Oberfranken, im Bund Fränkischer Künstler, im Kunstverein Hochfranken Selb, im Kunstverein Form und Farbe, und im Landesverein ungarischer bildender Künstler.

Am Donnerstag, 7. Oktober, um 20 Uhr, geht es dann aber mit dem Theater Hof und der komischen Oper „Die verkaufte Braut“ von Bedrich Smetana auf der Bühne los. Die Oper entstand im Zuge der im 19. Jahr-hundert immer stärker werdenden Unabhängigkeitsbewegung der Tschechen gegenüber der herrschen-den Donaumonarchie. Smetana verarbeitete in „Die verkaufte Braut“ zahlreiche Volkstänze seiner Heimat und schuf ein Werk, das heute als die Nationaloper der Tschechen gilt. Neben dem ins Blut gehenden Rhythmus der Polkas und Furiants bietet die Oper eine Fülle von hinreißenden, lyrischen Melodien. Und der Heiratsvermittler Kecal sorgt für komische Akzente.

Wie bereits mehrfach angekündigt, bietet die Stadt Selb in der kommenden Spielzeit auch im „Kleinen Saal“ Veranstaltungen an:
Am Mittwoch, 13. Oktober, um 20 Uhr, beginnt diese „Kleine Reihe“. Der Intendant des Theaters Hof, Uwe Drechsel, singt, liest und rezitiert Deutsche Balladen, begleitet von John Groos am Flügel. Uwe Drechsel kommt ja bekanntlich vom Musiktheater und ist selbst ausgebildeter Sänger. John Groos ist dem Selber Publikum bestens bekannt als musikalischer Begleiter des Bunten Abends, an dem das Theater Hof im Sommer alljährlich das neue Programm vorstellt.

Viele Besucher der Musical-Show „Over the Rainbow – Musicals in Concert“ fragten nach dem fulminanten Erfolg im letzten Jahr nach einer Neuauflage. Insgesamt war Musicaldirektor Peter Wölke ja bereits 3 Mal mit seiner Show in Selb zu Gast. Und so gibt es die – allerdings ganz neue – Show am Sonntag, 17. Oktober, um 19 Uhr, erneut im Rosenthal-Theater. Die Besucher dürfen sich auf Highlights aus „Sister Act“, „Tarzan“, „Ich war noch niemals in New York“, „Der kleine Horrorladen“, „Les Misérables“, „Starlight Express“, „Buddy“, „Cats“, und anderen internationalen Musicalproduktionen freuen, auf echtes Broadway-Feeling und spektakuläre Lichteffekte.

Am Donnerstag, 21. Oktober, um 20 Uhr, eröffnet das Georgische Kammerorchester Ingolstadt unter der Leitung von Ariel Zuckermann die Konzert-Reihe der Spielzeit 10/11 mit Miniaturen von Sulchan Zinzadse (Georgien), der Streichersonate Nr. 3 von G. Rossini, griechischen Tänzen von Nikolas Skalkottas, und „Souvenir de Florence“ von P. Tschaikowsky. Das Georgische Kammerorchester wurde 1964 in Tiflis gegründet und hat sich mit Unterstützung der Stadt Ingolstadt und der Audi AG 1990 in Ingolstadt nieder-gelassen. Es ist als kultureller Botschafter der Stadt ständiger Gast bei den wichtigsten europäischen Musikfestivals.

Im Frühjahr 2008 gastierte im Rosenthal-Theater erstmals das Berliner Kriminal Theater mit einem Krimi-Klassiker von Agatha Christie, der „Mausefalle“. Und der Erfolg war riesig. Grund genug, einen weiteren Krimi von Agatha Christie in Selb anzubieten. Am Mittwoch, 27. Oktober, um 20 Uhr, erwartet die Besucher in „Zehn kleine Negerlein“ tödliches Rätselraten in bizarrer Kulisse. Zehn Personen – alle haben ein Verbrechen begangen – treffen sich auf Einladung eines geheimnisvollen Gastgebers, Mr. A.N. Onym, in dessen Haus auf einer einsamen Insel. Wie in Haydns Abschiedssymphonie, in der ein Instrument nach dem anderen aussetzt, verschwinden in dem Kriminalstück die Gäste, das heißt, sie werden nach der entsprechenden Strophe des Kinderreims „Zehn kleine Negerlein“ umgebracht.

Ihr erstes von 4 Konzerten im Konzertabo geben die Hofer Symphoniker am Donnerstag, 11. November, um 20 Uhr. Zunächst erklingt „Simple Symphony“ op. 4 von Benjamin Britten, danach das Doppelkonzert für zwei Fagotte und Orchester F-Dur, und schließlich die Symphonie Nr. 5 c-Moll, op. 67, von Ludwig van Beethoven. Solisten des Konzertabends sind Emiliyan Tilev und Angela Symalla, Fagottisten bei den Hofer Symphonikern. Dirigent ist Arn Goerke.

Am Donnerstag, 18. November, um 20 Uhr, zeigt das Theater Hof den Musical-Welterfolg „West Side Story“ im Theaterabo. Für die „West Side Story“ verlegten Komponist und Dirigent Leonard Bernstein und Autor Arthur Laurents die berühmte Geschichte von Romeo und Julia in das New York der 1950er Jahre. Die Fehde zwischen zwei Familien wird hier zu einem Kampf zweier Jugendgangs. Dazwischen zwei Lieben-de, die sich nicht lieben dürfen. Leonard Bernstein schuf dazu eine unsterbliche Musik, die nicht zuletzt den Weltruhm dieses politisch ambitionierten Musicals begründete. Songs wie „Maria“, „Tonight“, „I Feel Pretty“ oder „Somewhere“ haben sich tief in das kollektive musikalische Gedächtnis eingebrannt. Ebenso sind bestechende Tanznummern Ausdruck und Träger der Handlung.

„Jazz, der unter die Haut geht“ versprechen Heye Villechner und seine „Bavarian Classic Jazzband“ am Samstag, 27. November, um 20 Uhr. Mitten hinein ins groovige New Orleans fühlt man sich versetzt in der Hommage an Jazzgrößen wie Fatz Waller, Nic la Rocca, Gershwin und natürlich Louis Armstrong, den geistigen Vater der Band.

Seit vielen Jahren bietet die Stadt Selb in ihrem Kulturprogramm im Spätherbst Aufführungen des Theaters Hof für Grundschulen an. Zunehmend aber sprechen diese Aufführungen auch Kindergärten an, so dass 3 Aufführungen nötig sind, um die Nachfrage zu befriedigen. Diesmal steht am Montag, 29. November, um 8.30 und 10.30 Uhr, und am Dienstag, 30. November, um 10 Uhr, das Märchen „Der gestiefelte Kater“ nach den Gebrüdern Grimm auf dem Spielplan. Das Theater Hof spickt das Stück mit vielen Liedern, die für die richtige Stimmung sorgen.

Der Maler Roland Lein aus Pilgramsreuth hat bereits 2 Mal im Rathaus Selb und in einer Gemein-schaftsausstellung des Bundes Fränkischer Künstler im Rosenthal-Theater ausgestellt. Früher malte er insbesondere Landschaftsbilder in Aquarell. Aber inzwischen sind seine Themen und auch die Techniken vielfältiger geworden, so dass seine Einzelausstellung im Rosenthal-Theater, die am Sonntag, 5. Dezember, um 19 Uhr, eröffnet wird, schlicht den Titel „Malerei an sich...“ trägt. Roland Lein wurde 1950 in Rehau geboren und lebt in Pilgramsreuth. Er ist Autodidakt und malt wie erwähnt in Aquarell, Öl, Acryl und in verschiedenen Mischtechniken. Er ist Mitglied im Bund Fränkischer Künstler, im Oberpfälzer Kunstverein Weiden, und Gründungsmitglied der Künstlergemeinschaft „Freie Gruppe 99“.

„Oskar und die Dame in Rosa“ ist der Titel eines Ein-Mann- bzw. Ein-Frau-Stücks von Eric-Emmanuel Schmitt, mit dem die bekannte Darstellerin Marianne Lang vom Theater Hof am Donnerstag, 9. Dezember, um 19 Uhr, die Reihe der Aufführungen im „Kleinen Saal“ fortsetzt. Da aber bereits jetzt das Interesse der Schulen groß ist, wird das Stück wohl mehrfach angeboten. Es geht darin um Oskar, zehn Jahre alt, der weiß, dass er sterben wird. Ihn schmerzt am meisten, dass seine Eltern nicht mit ihm über seine Krank-heit reden. Doch dann bekommt er Besuch von Oma Rosa, die ihn überredet, Briefe an den Lieben Gott zu schreiben und sich jeden verbleibenden Tag wie zehn Jahre vorzustellen. So durchlebt Oskar auf wunder-same Weise ein ganzes Menschenleben. Der Monolog der Dame in Rosa behandelt auf unerschrockene Weise Themen wie Liebe und Schmerz, Freude und Verlust.

Passend zur Jahreszeit gibt es am Freitag, 17. Dezember, um 19 Uhr die russische Weihnachtsrevue „IVUSHKA“. 19 Uhr deswegen, weil die Show auch für jüngere Besucher sehr interessant ist. Freude am Musizieren, Singen und Tanzen, verbunden mit Traditionsbewusstsein sind die Kennzeichen des En-sembles. Spektakulär und akrobatisch sind die Sprünge, begleitet von Peitschenknallen, kunstvoll und rasant die stepptanzartigen Szenen. Eine opulent ausgestattete Show vor einer verträumten Winterlandschaft.

Außer dem beschriebenen Kulturprogramm der Stadt Selb gibt es im Herbst noch folgende Veranstaltungen im Theater: 23.10., 20 Uhr: Volkstheater Australia Selb; 31.10., 19 Uhr: Ausstellungseröffnung Kunstverein Hochfranken Selb; 06./20.11., 20 Uhr: Volkstheater Heimatbühne; 16.11., 9 – 15 Uhr: Hochschultag; Weihnachtsfeiern der Schulen.

Auch in der Spielzeit 2010/11 beginnt das Jahr 2011 mit dem traditionellen Neujahrskonzert. Und seitdem das die Hofer Symphoniker mit unterschiedlichen Themen gestalten, ist es ausverkauft. Es empfiehlt sich also, sich frühzeitig um Eintrittskarten zu bemühen. Der Titel des Neujahrskonzerts 2011 am Dreikönigs-tag, Donnerstag, 6. Januar, um 20 Uhr, lautet geheimnisvoll „Von Märchen und Sagen...“. Die Besucher erwartet ein faszinierender, beschwingter, musikalischer Jahresauftakt mit märchen- und sagenhaften Melodien u.a. von Humperdinck, Mendelssohn Bartholdy, Dvorak, und Offenbach. Die Leitung des Konzertes übernimmt ebenfalls traditionell Publikumsliebling Roger Boggasch.

Am Mittwoch, 12. Januar, um 20 Uhr, gibt Heinz Hellberg mit seiner Operettenbühne Wien die Gala „An der schönen blauen Donau“ in Selb. Wunderschöne Melodien, die zu Ohrwürmern geworden sind, humorvolle Dialoge, Tanzeinlagen und selbstverständlich das beliebte Buffopaar sind Kennzeichen dieser Operetten-gala. Heinz Hellberg greift in die Schatzkiste der Operettenliteratur von Johann Strauß bis Franz Lehár und zaubert daraus ein farbenfrohes, spritziges Operettenfeuerwerk, ebenfalls passend zum Jahresauftakt.

In der letzten Spielzeit startete ja das Theater Hof sein großes Faust-Projekt mit dem ersten Teil der Tragödie von Goethe. Vielbeachtet und vieldiskutiert war die Aufführung in Selb. Aber das ist ja auch der Sinn des Theaters, dass darüber diskutiert wird. Viele Abonnenten und viele Schüler waren begeistert von der Aufführung. Und so darf man auf den 2. Teil der Tragödie am Donnerstag, 20. Januar, um 20 Uhr, gespannt sein. Goethes Arbeit am Faust erstreckte sich über 6 Jahrzehnte. Er stirbt wenige Tage, nach-dem er das wohl kühnste Drama der deutschen Literatur im März 1832 vollendet hatte. Ein großes Unter-nehmen für neugierige Menschen. Nur wer auch „Faust II“ kennt, hat Faust gesehen!

Am Mittwoch, 26. Januar, um 20 Uhr, gibt das Musikkabarett-Duo Hubert Treml und Franz Schuier aus der Oberpfalz eine Bayerische Beatles-Lieder Revue. Das Duo begann 2001 mit dem Projekt b.o.s.s., einer musikalischen Mundart-Hommage an den großen amerikanischen Songwriter Bruce Springsteen. Damit und mit dem Programm „Elvis lebt“ waren die beiden bereits in Selb im Bühnenhaus. Stilprägend bleibt immer die einzigartige Mischung aus Entertainment, Kabarett und Musikpoesie. Die Beatles-Revue setzt nun die Reihe im „Kleinen Saal“ fort.

Weil Brasilien doch sehr weit weg ist und nicht jeder die Chance zum hautnahen Kontakt zu der außer-gewöhnlichen und reichen Kultur des südamerikanischen Landes hat, holt die Stadt Selb Brasilien eben ins Rosenthal-Theater. „Magic of Brazil“ ist der Titel der Revue, die am Donnerstag, 3. Februar, um 20 Uhr, das Theater zum Beben bringen wird. Ein Feuerwerk aus Erotik, Lebenslust, Energie, Schönheit und Akrobatik verzaubert die Gäste mit den Tänzen der indianischen Ureinwohner, den Tanz- und Kampf-sportstilen der Afro-Brasilianer, aber auch mit moderneren Tanz- und Musikstilen wie Lambada und Samba-Reggae, begleitet von live gespielter Percussion- und Pop-Musik. „Magic of Brazil“ heißt: ein großes Ensemble aus feurigen Schönheiten, wagemutigen Capoeira-Tänzern und genialen Musikern in 2 Live-Bands.

„Im Weißen Rössl am Wolfgangsee, da steht das Glück vor der Tür“ – so heißt es in der Revue-Operette von Ralph Benatzky. Am Donnerstag, 10. Februar, um 20 Uhr, gastiert das Theater Hof mit „Im Weißen Rössl“ in Selb. In alpenländischer Idylle kommt es zu zahlreichen Verwicklungen und Liebeleien. Durch ihre schwungvolle Musik und das gelungene Gleichgewicht aus Situationskomik und wienerischer Sentimentalität wurde die Operette auch international ein großer Erfolg.

Um das Jahr 1800 zählte Ignaz Joseph Pleyel zu den populärsten und meist gespielten Komponisten Europas. Dass Pleyel Haydn und Mozart absolut ebenbürtig war, zeigt die Symphonie C-Dur, op. 66, mit der die Hofer Symphoniker am Donnerstag, 17. Februar, um 20 Uhr, ihr Abo-Konzert eröffnen. Anschließend erklingt das Konzert für Violoncello und Orchester C-Dur HobVII:1 von Haydn und von Mozart die Symphonie Nr. 40 g-Moll KV 550. Solist des Abends ist Cellist Mischa Meyer, Dirigent Lorenz C. Aichner, 1. Kapellmeister am Theater Hof.

Und weiter geht’s in ferne Länder und Kontinente, diesmal nach Afrika. Mit der „South African Musical Group“ in dem Musical „Africa, my Love“ am Freitag, 25. Februar, um 20 Uhr, wird es schwer sein, sich dem Zauber der afrikanischen Musik, der herrlichen Naturstimmen und der tänzerischen Dynamik zu entziehen. Nie ist Dynamit so sympathisch explodiert! Rhythmus und Lebensfreude, verpackt in ein komplett neues Musical, basierend auf einem afrikanischen Märchen, da ist der Erfolg programmiert. Standing Ovations beenden in der Regel die faszinierenden Aufführungen des wohl besten südafrikanischen Ensembles. So geschehen 2001 in „Izi Dumo – Oh Africa“ beim ersten Gastspiel der „South African Musical Group“ in Selb.

Ricardo Fernando schuf das Ballett „Aschenbrödel“ mit der Musik von Sergej Prokofjew für das Theater Hof, das am Donnerstag, 3. März, um 20 Uhr, vom Ballettensemble aus der Nachbarstadt im Theaterabo aufgeführt wird. Von Ricardo Fernando stammt bereits der Ballettabend „All you need is Dance“ aus 2008. „Das, was ich im „Aschenbrödel“ vor allem in Musik setzen wollte“, so Prokofjew, „ist die romantische Liebe Aschenbrödels und des Prinzen, ihr Aufkeimen und ihre Entfaltung, die Hindernisse in ihrem Verlauf und die Erfüllung ihres Traumes.“

Ein riesiges Echo hatte der im Frühjahr 2010 erstmals im Rosenthal-Theater ausgetragene Regionalentscheid zum Deutschen Ballettwettbewerb. Sowohl bei den rund 350 Teilnehmern, beim Publikum und beim Veranstalter, dem Ballettförderkreis München, fanden die Voraussetzungen im Rosenthal-Theater so viel Anklang, dass der Bewerb zur festen Einrichtung jeweils im Frühjahr werden soll. Die 2. Auflage ist am Samstag, 12. März 2011 geplant. Der genaue Zeitplan steht aber noch nicht fest.

Im Familienmusical „Die kleine Meerjungfrau“ nach dem Märchen von Hans Christian Andersen in einer Aufführung der Musikbühne Mannheim am Samstag, 2. April, um 14.30 Uhr, kommen dann wieder die ganz jungen Theaterbesucher mit ihren Eltern auf ihre Kosten. Mit Schwung, Pfiff und Witz hat die Musikbühne Mannheim die Geschichte der Nixe Undine in ein bewegendes Musical umgearbeitet. Clou dabei ist, dass neben den Profis der Musikbühne Kinder der Musikschule Selb in dem Stück mitwirken. Geprobt wird vorher im Musikunterricht mit den Lehrern an der Musikschule. Gleichzeitig ist das der Beitrag des Kulturamtes und der Musikschule zur Kunstnacht 2011.

Seit über 100 Jahren ist „Charleys Tante“ ein Renner. Die „Tante“ wurde zur Lieblingsrolle populärer Komiker, was nicht immer zum guten Ruf des Stückes beigetragen hat. Viele denken dabei an „primitive Klamotte“. Dabei ist das Original ein gut gebautes, gekonnt geschriebenes, eher feines Lustspiel. Es ist Schauspielertheater, Unterhaltungstheater, Lachtheater. Die Dauerwirkung des Schwanks von Brandon Thomas liegt in seiner unschlagbaren Situationskomik. Zu sehen ist „Charleys Tante“ in Selb am Donnerstag, 7. April, um 20 Uhr, im Theaterabo, aufgeführt vom Theater Hof.

Vor vollem Haus sollte auch die irische Stepptanz-Show „The Mystical Dance of Ireland“ am Sonntag, 10. April, um 19 Uhr, über die Bühne gehen. Die Beliebtheit dieser Shows ist ungebrochen. Seit Jahren bezaubern irischer Tanz und irische Musik Millionen von Zuschauern in aller Welt. Tänzer, Musiker und eine Sängerin gestalten einen mitreißenden irischen Abend mit Musik, Gesang und dem berühmten Stepptanz – die pure Lebensfreude auf irisch, keltisch, mystisch.

Zum 7. Mal wird es im nächsten Jahr, wieder am Osterdienstag, also am 26. April, um 20 Uhr, ein Benefizkonzert der Internationalen jungen Orchesterakademie im Rahmen des Bayreuther Osterfestivals in Selb geben. Möglich wurden diese Konzerte durch die Initiative der Netzsch-Gruppe in Selb und viele weitere Förderer, darunter natürlich auch die Stadt Selb. Und für das Liszt-Jahr 2011 zum 200. Geburtstag des Komponisten ist wieder das große Symphonieorchester angekündigt.

Frisch und schlank, unbeschwert und unpathetisch, frei von Gefühlsaffektionen, gelegentlich auch einmal lieblich-empfindsam, wenn es die Situation verlangt – so ist Paul Burkhards Musik in der unterhaltsamen musikalischen Komödie „Feuerwerk“, mit der das Theater Hof am Donnerstag, 5. Mai, um 20 Uhr, die Abo-Reihe abschließt. Als besonders charmante Nummern prägen sich ein: der – in Dur und in Moll aufklingende – Walzer „Heute hab ich Flügel“, das reizende Pony-Lied der Iduna und namentlich auch das in einem großen Ensemble effektvoll genutzte, sehr populär gewordene Liedchen „O mein Papa war eine wunderbare Clown“.

Am Sonntag, 8. Mai, um 19 Uhr, wird im Theaterfoyer eine Ausstellung des Künstlers Klaus Hollstein aus Ludwigshafen eröffnet. Er präsentiert großformatige, expressionistische Bilder, Grafiken und Plastiken. Klaus Hollstein hat seine Wurzeln allerdings in der Oberpfalz, er wuchs in der Kebbel-Villa in Schwandorf auf, dem heutigen Oberpfälzer Künstlerhaus.

Mit dem schwungvollen Konzert „Viva España“ mit Werken von Albéniz, de Falla, Bizet, Rimsky-Korsakow und anderen verabschieden sich die Hofer Symphoniker am Donnerstag, 12. Mai, um 20 Uhr, für die Spielzeit 10/11 von ihrem Selber Publikum und beschließen gleichzeitig die Reihe der Abo-Konzerte. „Viva España“ ist eine Hommage an das feurige Ambiente Spaniens, an musikalische Meisterstücke und an die Tänze der unsterblich Verliebten, den Flamenco und den Paso Doble. Das Konzert leitet erneut Publikumsliebling Roger Boggasch.

Am Samstag, 21. Mai, um 15 Uhr, kommt der liebste sprechende Elefant ins Rosenthal-Theater. Es handelt sich natürlich um Benjamin Blümchen und der Titel des neuen Familienmusicals des COCOMICO Theaters aus Köln ist „Benjamin Blümchen und die Goldene Katze“. Die Goldene Katze ist das Highlight einer Ägyptischen Ausstellung im Museum von Neustadt. Als die Statue spurlos verschwindet, werden Benjamin Blümchen und seine Freunde tätig. Werden sie das Räsel lösen können?

Selb ist Markgrafenstadt, das ehemalige markgräfliche Jagdschloss stand an der Stelle des heutigen Rathauses. Markgraf Friedrich ließ es um 1580 erbauen. Schon in Privatbesitz und als Wohnhaus genutzt, fiel es 1856 dem Selber Brand zum Opfer.
Das Theater Ansbach hat ein Theaterstück produziert, das an die Markgrafenzeit erinnert. Es heißt „Alexander der letzte Markgraf“. Alexander war der letzte Ansbacher Markgraf, der kurz vor seinem Tod mit Hofnarr Peter Prosch Lebensbilanz zieht. Sie durchleben das Leben am Ansbacher Hof, die politischen Kämpfe, Alexanders Frauengeschichten. Für die Bühne entdeckt und bearbeitet hat das Stück der fränkische Autor Gerd Scherm, der bis in die 1980er Jahre in Selb gelebt hat. In Selb ist das Stück am Mittwoch, 25. Mai, um 20 Uhr, zu sehen.

Musikkabarett mit Uli Masuth aus Weimar gibt es am Freitag, 27. Mai, um 20 Uhr, im „Kleinen Saal“. „Ein Mann packt ein“ ist der Titel des Kabarettisten, der 2008 den „Reinheimer Satirelöwen“ in der Sparte Solokabarett gewonnen hat. Es geht natürlich um den Geschlechterkampf. Ob in Kindergarten oder Grundschule, in der Ehe oder in politischen Talkshows: überall geben Frauen den Ton an. Frauen werden Kanzler, Fußballweltmeister und Bischof. Währenddessen lassen sich Männer enthaaren, versagen als Leistungsträger und mutieren zu profillosen Apportierwesen.

Auf Wunsch der weiterführenden Schulen in Selb spielt das Theater Hof am Dienstag, 31. Mai, um 18.30 Uhr, die weltberühmte Komödie „Der eingebildete Kranke“ von Molière. Der wohlhabende Pariser Bürger Argan, der sich einbildet, krank zu sein, bildet sich nicht nur ein, krank zu sein: er ist es. Er leidet aber nicht an Krankheiten, die von seinen kurpfuschenden Ärzten behandelt werden, sondern an seiner Einbildung: Argans lustvoll-unerträgliche Manie ist die Hypochondrie.

Unter der Trägerschaft des Bezirks Oberfranken und organisiert von den Hofer Symphonikern finden im Rosenthal-Theater am Freitag, 3., und Samstag,4. Juni jeweils ab 10 Uhr die Finalrunden des 4. Internationalen Violinwettbewerbes Henri Marteau statt, ein besonderer kultureller Höhepunkt 2011.

Und hochkarätig geht es am Donnerstag, 9. Juni, um 18.30 Uhr, mit „Blechschaden“, dem Blechbläserensemble der Münchner Philharmoniker unter der Leitung von Bob Ross weiter. Bob Ross leitete ja das Benefizkonzert 2010 im Rahmen des Bayreuther Osterfestivals mit „Festival Brass“ in Selb. Initiatorin des Konzertes ist die Vorsitzende von Zukunft Kinder, Sabine Schaefer. Und der Erlös des Konzertes kommt auch dem Verein zugute. Bob Ross hat sich übrigens der von Zuki betreuten Kinder angenommen und mit ihnen geprobt. Die jungen Künstler werden bei dem Konzert zusammen mit einigen regionalen Musikern und „Blechschaden“ auftreten.

Am Sonntag, 3. Juli, um 11 Uhr, werden schließlich die 24. „Wochen des Weißen Goldes“ eröffnet. Den künstlerischen Rahmen gestalten diesmal „The 10 Sopranos“, die Antwort auf zehn Tenöre. Das Repertoire der reizenden Damen reicht von Klassik bis zu Rock und Pop. Und am Donnerstag, 14. Juli, um 20 Uhr, stellt das Theater Hof wieder das Programm der neuen Spielzeit vor.

Natürlich gibt es auch im Frühjahr wieder zahlreiche Veranstaltungen der Schulen, der Theater- und Musikgruppen, und auch die Benefizkonzerte der Lions Clubs, des Kunstvereins, und so weiter. Weils aber so viele sind, werden sie hier nicht alle aufgezählt. Es gibt ja zu allen die gesonderten Ankündigungen der Veranstalter.

Vorverkaufsstellen für die Aufführungen und Konzerte der Stadt Selb: in Selb (Herta’s Lederwaren, Ludwigstr. 35, Tel. 09287/87568); in Marktredwitz (Frey-Centrum, Tel. 09231/508286); in Rehau (Tabakwaren I. Mier, Bahnhofstr. 2, Tel. 09283/3759); Hof (Ticket-Shop, Poststr. 9/11, Tel. 09281/816228 für Veranstaltungen außer Abo). Für Aufführungen im Theaterabo gibt es nur bei Herta’s Lederwaren Karten im Vorverkauf. Weitere Informationen gibt das Kulturamt der Stadt Selb unter Tel. 09287/883-119 und 883-125, email: kulturamt@selb.de.
 
Informationen
Große Kreisstadt Selb
 
Ludwigstraße 6
95100 Selb - Germany
 
Tel.: +49 (0)9287 883-0
Fax  +49 (0)9287 883-190
 
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