Spielzeitende mit „La Cenerentola“ von Gioacchino Rossini am 14. Juni 07
Das Theater Hof beendet am Donnerstag, 14. Juni 07, um 20 Uhr, die Spielzeit 06/07 im Rosenthal-Theater Selb mit der komischen Oper „La Cenerentola“ (Aschenbrödel) von Gioacchino Rossini. Ein passender Abschluss einer erfolgreichen Spielzeit und gleichzeitig ein Vorgeschmack auf viele Höhepunkte in der kommenden Theatersaison 07/08.
Die Cinderella-Geschichte ist einer der am häufigsten verarbeiteten Märchenstoffe. Die bekannteste Fassung stammt von Charles Perrault aus dem 17. Jahrhundert, die auch uns geläufig ist: grausame Stiefmutter, die Fee als Patin, Kürbiswagen und Pantöffelchen. Eine Version voll romantischer Fantastik.
Auch wenn die Handlung in Rossinis italienischer Variante des Märchenstoffs ein bisschen anders ist – ihren Traumprinzen kriegt Cenerentola natürlich am Ende. Aus der berüchtigten Stiefmutter wird ein verwitweter Vater, Don Magnifico, der ein heruntergekommenes Café führt. Neben seiner Stieftochter Angelina hat der etwas vertrottelte Aristokrat noch zwei leibliche Töchter – schräge, ziemlich eingebildete Zicken.
Die gute Fee kommt nicht vor. Die Heldin verliert kein Pantöffelchen und es gibt auch keine von Mäusen gezogene Kürbiskutsche. Dafür vereinen sich italienische Komödie, Verkleidungen und Verwechslungen kunstvoll mit märchenhaftem Kolorit. Don Magnifico ist verarmt, also muss ein reicher Schwiegersohn her. Da trifft es sich gut, dass der stinkreiche Prinz Don Ramiro gerade eine Gattin sucht. Also soll er eine von den Töchtern heiraten. Doch er will die beiden habgierigen und wenig hübschen Schwestern nicht. Nur die dritte Tochter, die liebenswürdig und anmutig ist, hat es ihm angetan. Der Prinz tauscht mit seinem Diener Dandini die Rollen – und natürlich verlieben sie sich ineinander und es kommt zu Happy-End.
Dank Rossinis musikalischem Einfallsreichtum, einer rasanten spritzigen Musik und virtuosen Arien mit halsbrecherischen Koloraturen wurde „La Cenerentola“ schon bald nach ihrer Uraufführung zu einer der lebendigsten und humorvollsten italienischen Buffo-Opern überhaupt.
Für die Inszenierung zeichnet Gregor Horres verantwortlich. Mitwirkende sind Radoslaw Rydlewski als Don Ramiro, Thomas Rettensteiner (Dandini), Jürgen Schultz (Don Magnifico), seine Töchter Tisbe, Clorinde und Angelina spielen Monika Hügel, Ingrid Katzengruber und Andra Hill, und Michael Lion als Alidoro, Philosoph und Erzieher des Prinzen. Mit von der Partie sind natürlich der Opernchor und die Hofer Symphoniker unter der Leitung von Musikdirektor Karl Prokopetz.
Eintrittskarten für „La Cenerentola“ am 14. Juni gibt es nur in Uschi’s Passage in Selb, Ludwigstr. 47, Tel. 09287/2019. Weitere Informationen gibt gerne das Kulturamt der Stadt Selb, Tel. 09287/883-119 und 883-125, email: kulturamt@selb.de, Internet: www.selb.de.