Klassisches Ballett vom Feinsten - Traditioneller Ballettabend des Theaters Hof mit „Don Quijote“ am 26. April in Selb
Mit Ablauf dieser Theaterspielzeit geht die Ära Jerzy Graczyk zu Ende, der dem Theater Hof als Tänzer und später als Chefchoreograph und Leiter der Hofer Ballett-Compagnie verbunden war. Jetzt geht er in den Ruhestand und der frühere Solotänzer (Warschau) möchte seine erfolgreiche Tätigkeit mit einer letzten großen Ballettproduktion krönen: „Don Quijote“ nach Marius Petipa und Alexander Gorski, eines der großen klassischen Handlungsballette. Am Donnerstag, 26. April 07, um 20 Uhr, gastiert das Hofer Ballettensemble damit im Theaterabo in Selb. Und es wird ein Höhepunkt der langen Laufbahn Jerzy Graczyks. Die Frankenpost schrieb nach der Premiere in Hof: „Abschiedstriumph für Ballettdirektor Graczyk“.
Die Handlung basiert auf Motiven aus Cervantes Roman „Don Quijote“ (1605): Don Quijote liest leidenschaftlich gern Ritterromane. Das geht soweit, dass er schließlich träumt, er sei selbst ein Ritter; als Herzensdame hat er sich Dulcinea auserkoren, die er nun finden möchte. Als er Kitri, die Tochter des Gastwirtes, kennenlernt, ist er verzaubert und sicher, seine Dulcinea gefunden zu haben. Doch auch Basilio, der Barbier, hat ein Auge auf die Schöne geworfen. Mit seinem Knappen Sancho Pansa erlebt Don Quijote zahlreiche Abenteuer, bei denen er seine Dulcinea schützen möchte. Der Blick für die Realität fehlt ihm: er erstürmt ein Puppentheater, kämpft mit Windmühlen und stellt sich dem Barbier Basilio in einem Duell. Am Ende fällt er auf einen Streich herein. Kitri und Basilio feiern Verlobung. Und der alte Recke? Der lässt sich nicht unterkriegen und bricht mit seinem treuen Knappen Sancho zu neuen Abenteuern auf.
Die Musik zu „Don Quijote“ stammt von Ludwig Minkus. Der Wert der Komposition liegt in ihrer tänzerischen Dynamik. Jede Person versieht Minkus mit einem charakterisierenden Motiv: Pompös für Quijote; eine komische Polka kündigt Sancho an; ein anderes schildert Camacho als hochmütigen Dummkopf. Es ist eine farbige Partitur, die ihre Wirkung aus einer sorglos anmutenden Mischung von Rhythmen und Melodien unterschiedlichster Herkunft erhält.
Viele Vorgänger versuchten sich an der episodenreichen Stoffvorlage. Aber erst in der Version des Moskauer Ballettmeisters Marius Petipa ist „Don Quijote“ mit der Musik von Ludwig Minkus zu einem Klassiker geworden.
Die Musik zum Ballettabend des Theaters Hof in Selb wird wie üblich über Tonträger eingespielt. Eintrittskarten für „Don Quijote“ am 26. April im Abo im Rosenthal-Theater gibt es nur in Uschi’s Passage in Selb, Ludwigstr. 47, Tel. 09287/2019. Weitere Informationen gibt gerne das Kulturamt der Stadt Selb, Tel. 09287/883-119 und 883-125, email: kulturamt@selb.de, Internet: www.selb.de.