„Die Fledermaus“ mit dem Theater Hof am 15. März 07
Als die „Königin der Operette“ wird sie bezeichnet, „Die Fledermaus“, die wohl erfolgreichste und beliebteste Operette von Johann Strauß überhaupt. Am Donnerstag, 15. März, um 20 Uhr, gibt das Theater Hof dieses Highlight für Operettenfreunde im Theaterabo.
Nicht nur wegen der ohrwurm-trächtigen Musik, sondern auch wegen der pfiffigen Handlung wurde und ist „Die Fledermaus“ so beliebt:
Das Uhrwerk der Vergnügungslust – im Hause Eisenstein kennt man sich aus damit: vor einem großen Abendball gilt es jede Minute des Nachmittags zu nutzen für die immer gleichen Fragestellungen: wie kommt man hin, wie kommt man rein, was zieht man an? Und vor allem: mit welcher Ausrede kann man der ehelichen Zweisamkeit entfliehen? Denn die steht den Tête-à-Têtes und neuen Liebschaften – oberstes Ziel jeder Ball-Seligkeit – mehr als im Wege. Und was bedeuten schon kleine Notlügen, wenn man mit rauschenden Nächten belohnt wird?
Doch an diesem Nachmittag kommt es zu eigenartigen Störungen im sonst so routinierten Ablauf. Plötzlich sollen Gefängnisstrafen abgesessen werden wegen irgendwelcher Kavaliersdelikte, ehemalige Geliebte tauchen auf und pochen auf längst überholte Rechte. Jetzt pressiert’s aber wirklich: Wie kann man sich dieser lästigen Unannehmlichkeiten schnell entledigen? Rosalinde und Gabriel von Eisenstein meistern auch diese Hürde meisterhaft. Er verschiebt seinen Strafantritt einfach auf den nächsten Tag. Sie wiederum lässt den ungebetenen „Hausfreund“ Alfred als Ehemann ins Gefängnis abführen. Der Schein ist gewahrt und wieder ist Zeit gewonnen.
Jetzt endlich auf zu Orlofskys Fest, rein ins Vergnügen mit unbekannten Masken-Schönheiten, Hoffnungen auf Liebesabenteuer, Tanzlust und viel, viel Alkohol. Am nächsten Tag: Erwachen in Katerstimmung - auch das ein immer gleiches Procedere. Wer hat eigentlich wen betrogen, wer hat wem was versprochen, wer liebt wen und wer vergibt wem? Das geölte Räderwerk des scheinbar so sorgenfreien Lebens ist tatsächlich aus dem Takt geraten. Dahinter brechen sich Unsicherheiten Bahn, das Selbstbewusstsein gerät ins Wanken. Vergnügen, Tanz, Rausch: nicht nur Hingabe, sondern auch Flucht – vor sich, vor den anderen, vor Erwartungshaltungen, vor der Realität. Flucht in eine hinreißend mitreißende Illusion, bei der man zumindest kurzfristig alles andere vergessen kann. Alles, was doch eh nicht zu ändern ist.
„Die Fledermaus“ markiert den Gipfelpunkt der klassischen Wiener Operette. Musikalische Unterhaltung von ihrer besten Seite: Orlofskys Couplet „s ist bei mir so Sitte“, Rosalindes Czárdás, Adeles „Spiel ich die Unschuld vom Lande“, das Abschiedsterzett „Oje, oje wie rührt mich dies“ oder der Galopp „Im Feuerstrom der Reben“ sind nur einige der musikalischen Nummern, die diese Operette unsterblich gemacht haben.
Inszeniert hat „Die Fledermaus“ der Intendant des Hofer Theaters, Uwe Drechsel, selbst. Mitwirkende sind neben allen Größen des Musiktheaterensembles der Opern-chor und das Ballett und natürlich die Hofer Symphoniker.
Eintrittskarten für „Die Fledermaus“ am 15. März gibt es nur in „Uschi’s Passage“ in Selb, Ludwigstr. 47, Tel. 09287/2019. Weitere Informationen gibt gerne das Kultur-amt der Stadt Selb, Tel. 09287/883-119 und 883-125, email: kulturamt@selb.de, Internet: www.selb.de.