SELB – gastfreundlichste Stadt der Radltour 2006 !
Bayerischer Hotel- und Gaststättenverband und Bayerischer Rundfunk gratulieren der oberfränkischen Stadt
Selb nimmt in München ersten Preis im größten Gastronomietest Bayerns entgegen.
Kurz nach zwölf Uhr bricht die Gruppe vom Rosenthal Parkplatz in Richtung München auf, das Wetter ist trübe und regnerisch. In der Selber Innenstadt zieht der Bus, dessen Seiten das Panorama der Stadt Selb ziert, die neugierigen Blicke der Passanten und Autofahrer auf sich. Einige winken sogar und die Businsassen winken gut gelaunt zurück. Die Selber Delegation ist auf dem Weg nach München, um sich den ersten Preis als gastfreundlichste Stadt bei der BR-Radltour 2006 abzuholen, der an diesem Abend im Hofbräuhaus verliehen wird. 500 von insgesamt 1300 Radlern haben abgestimmt und entschieden: In Selb wurde man am besten aufgenommen und verpflegt. Das grandiose Finale der Radltour auf dem Goldberg im vergangenen Jahr mit Live-Act Sasha und zahlreichen Essensständen ist auch Nicht-Radlern noch gut in Erinnerung. Die Stimmung im Bus ist bestens. Knapp 30 Personen freuen sich auf einen unterhaltsamen Abend im Münchner Hofbräuhaus. Mitfahren dürfen nur einige Auserwählte, um den Preis des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands in Empfang zu nehmen: Die Helferinnen und Helfer des Bauernmarktes einige der Selber Gastronomen, der Chef der Scherdel-Brauerei und natürlich einige Teilnehmer der Radltour. Oberbürgermeister Wolfgang Kreil fehlt, kommt aber am Abend mit seinem Privat-Pkw nach, um für die Oberbürgermeisterwahl am nächsten Tag fit zu sein. Wirtschaftsförderer Oliver Weigel begrüßt die Anwesenden und informiert sie über den Ablauf des Abends. Über den Bildschirm im Bus flimmern und ulken die fränkischen Komiker „Heissmann und Rassau“ und vertreiben des Reisenden die Zeit bis zur ersten Rast. Die lässt nicht allzu lange auf sich warten. Nach etwa einer Stunde Fahrt hält der Bus auf einem Parkplatz vor Burglengenfeld und die Gruppe lässt sich die „Polnischen“ der Metzgerei Schmidkunz und das kühle Scherdel-Bier schmecken. Die Weiterfahrt erfolgt ohne Unterstützung durch Heissmann und Rassau. In Regensburg schiebt die Sonne die grauen Regenwolken etwas beiseite und im Laufe der Fahrt in die Bayerische Landeshauptstadt wird das Wetter immer besser. Bei strahlendem Sonnenschein und weiß-blauem Himmel fährt die Gruppe aus Selb schließlich in München ein. Auch hier wieder neugierige Blicke der Passanten – in der Leopoldstraße, am Odeonsplatz, am Max-Joseph-Platz – überall zieht der Bus die Aufmerksamkeit auf sich. Beim Anblick der Menschenmenge auf dem Odeonsplatz fragt einer der Mitreisenden „Was is denn da los? Is da a Demonstration?“ Antwortet ein anderer: „Naa, des is einfach a gut besuchte Fußgängerzone, des kennst bei uns halt so net!“ Schließlich hält der Bus am Max-Joseph-Platz, und die Selber geben ihre mitgebrachten Geschenke im Hofbräuhaus ab. Danach bleibt noch eine Stunde, um sich die Münchner Innenstadt anzusehen. Je nach persönlicher Vorliebe zieht es die einen zum Dallmayr, die anderen in den Augustiner und wieder andere ins Hard Rock Café. Geschlossen trifft die Selber Gruppe bei der Abendveranstaltung im historischen Festsaal des Hofbräuhauses ein. Thomas Gaitanides, Redakteur beim Bayerischen Rundfunk und Initiator der Radltour, begrüßt die Gäste und freut sich, altbekannte und ausnahmsweise nicht verschwitzte Gesichter zu sehen. Seine Stimme schwillt feierlich an, als er den Sieger des Gastrowettbewerbes verkündet und Wolfgang Kreil als Vertreter der Stadt auf die Bühne bittet. Tosender Applaus begleitet den Oberbürgermeister auf seinem Weg zur Bühne, an den beiden Selber Tischen schaut man stolz in die Runde. Auf und ab durch Oberfranken habe die Radltour die Teilnehmer geführt, bis man schließlich in Selb am Ziel angekommen sei, erzählt Thomas Gaitanides. Sogar die Miss Deutschland hätten die Radler getroffen. Die Selber Porzellankönigin habe im allerdings viel besser gefallen, gibt Gaitanides zu und dankt ferner den Bäuerinnen für das hervorragende Frühstück, das sie den Radlern am Morgen nach der Feier serviert haben. Nach und nach werden nun die Wirte und Helfer auf die Bühne gebeten, ohne deren Mitwirken das Finale in Selb wohl nicht so hervorragend geklappt hätte. Joseph Schusser von der „Kulisse“, Gerhard Kropf, der Erfinder des Selber „Plootz“, Manfred Hartmann vom Restaurant „Altes Brennhaus“ im Industriemuseum in Selb-Plößberg, Helmut Meyer von der Gaststätte „Eisstadion“, Rolf Küstner, Inhaber des Autohofs Thiersheim, Metzger Mathias Schmidkunz, Manfred Kolofik und Alexander Troppmann von der Energieversorgung Selb-Marktredwitz, Herta Beck und Sohn Andreas sowie Anneliese Schörner vom Bauernmarkt, Robert Steidl von der „Factoria“ – sie alle haben bestens für das Wohl der Radler gesorgt. Ihrem Engagement und Einsatz ist der erste Platz im Gastrowettbewerb maßgeblich zu verdanken und dafür werden sie von Ulrich Brandl, Vizepräsident des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands, geehrt. Das beste Bier der Radltour kommt nicht aus Oberbayern, sondern aus Oberfranken: Emanuel Döhla nimmt für die Brauerei Scherdel aus Hof den Preis in Empfang. „Dass man in Selb gut versorgt wird, sieht man an mir!“ begrüßt Wolfgang Kreil die Gäste im historischen Festsaal und sorgt für allgemeine Heiterkeit im Publikum. Gemeinsam mit Wirtesprecher Heinz Drenske überreicht er Thomas Gaitanides als Andenken den „Radlerbecher“ der Porzellandesignerin Barbara Flügel. Dann wendet er sich wieder an das Publikum: „Hätten Sie auch alle gerne so einen kleinen Porzellanlöwenanstecker wie ich ihn habe?“ Aus dem Festsaal ertönt ein einstimmiges „Ja“. „Dann kommen Sie nach Selb, ich schenke Ihnen einen!“ antwortet Wolfgang Kreil gut gelaunt. Nach der Preisverleihung für die beste Nachwuchsband und einer großen Tombola eröffnet Bayern-3-Moderator Tom Glas die Radldisco. An der vollen Tanzfläche zeigt sich, das Sportler nicht nur wetteifern, sondern auch feiern können. Während die anderen Gäste im Hofbräuhaus tanzen, machen sich die Selber um 22.30 Uhr auf die Heimreise. Die meisten finden es schade, dass der fröhliche Abend so früh endet und beschließen, einfach im Bus weiter zu feiern. Musik eingelegt, Bier aufgemacht und schon wird der Bus zur mobilen Disco. Zwar macht die Breite des Ganges einen professionellen Disco Fox unmöglich, die Tänzer stört das aber nicht und so sind bisweilen die eigenwilligsten Tanzstile zu beobachten. Zurück in Selb mobilisiert ein feiertüchtiger Rest die letzen Energiereserven und verlegt die Disco vom Bus in die „Talsperre“.
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Quelle: Selber Tagblatt