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"Die Orchesterprobe" und andere Katastrophen
 
 

Karl Valentins „Orchesterprobe“ und andere Katastrophen am 8. Februar 07

Ein wunderbar groteskes Gefecht zwischen Taktstock, Maßkrug und Geigenbogen, und einen Großangriff auf die Lachmuskeln verspricht das ValentinKarlstadt Theater München, wenn es am Donnerstag, 8. Februar 07, um 20 Uhr, zu Karl Valentins „Orchesterprobe“ und zu anderen Katastrophen in das Rosenthal-Theater Selb einlädt.

„Im selben Moment, wo mir von dem Radfahrer gredt haben, ist einer komma – das ist doch kein Zufall!“ „Sie ham halt a andre Weltanschauung“. Die Gelegenheiten können nicht banal genug sein, dass „Valentin“ sie nicht zum Sabotieren der „Orchesterprobe“ nutzt. In der haarsträubenden, zeitlosen Komödie gibt „Valentin“ nacheinander den Trompeter, Violinisten und Schlagzeuger. Ständig unterbricht und provoziert der „schlechte“ Musiker den Vorstadtkapellmeister („Karlstadt“), indem er ihn in belanglose Diskussionen verwickelt. Das Ganze gipfelt in einen hochphilosophischen Diskurs über den Zufall. In der Zwischenzeit gibt das „Orchester“ unsägliche Kostproben mit mal schwungvoller und mal skurriler Musik ab. Es erklingen „originelle“ Arrangements bekannter Ouvertüren von Mozart, Strauß, Rossini und von Suppé. Zunehmend wird jede Valentinsche Entgleisung auch als Erlösung von der „Katzenmusik“ begriffen. Wie immer bleibt Valentin stur und lässt mit der typischen Bockigkeit gegenüber der Obrigkeit keinen Konsens zu.

Das ValentinKarlstadt Theater München sorgt in der Neuinszenierung für immer neue Verstrickungen, verpasst jedes Mal rechtzeitig das Lösen der Schlingen und lässt mit Bravour die Szenen des unvergessenen Münchner Kabarettisten und Komikers im berühmten Chaos enden. Neben der „Orchesterprobe“ mit der Pflichtüberfüllung „Karl Valentins“ scheitert noch die Reparatur des „Verhexten Scheinwerfers“, spielt sich „Der Trompeter von Säckingen“ in den Vordergrund, und veranstalten die Darsteller „So ein Theater“. Musikalisch gibt es u.a. die Ouvertüre zu „Carmen“ von Bizet, Sonata Facile nach Mozart, Barcarole aus „Hoffmanns Erzählungen“ von Offenbach, und vieles andere mehr.

In der Rolle Karl Valentins tritt Gerald Karrer auf, und als Lisl Karlstadt Bele Turba. Christian von der Au am Klavier und sechs weitere Orchestermusiker sorgen für die musikalische Begleitung eines musikalisch-komödiantischen Abends rund um einen Komiker, der vor dem historischen Hintergrund seines Schaffens weitaus mehr Tiefgang hat als weitläufig vermutet.

Eintrittskarten für „Die Orchesterprobe und andere Katastrophen“ gibt es im Vorverkauf in Selb (Uschi’s Passage, Ludwigstr. 47, Tel. 09287/2019), in Marktredwitz (Frey Centrum Tel. 09231/508286), in Wunsiedel (Buchhandlung Böhringer, Ludwigstr. 33, Tel. 09232/2117), und in Rehau (Tabakwaren Irmgard Mier, Bahnhofstr. 2, Tel. 09283/3759). Weitere Informationen gibt das Kulturamt der Stadt Selb, Tel. 09287/883-119 und 883-125, email: kulturamt@selb.de, Internet: www.selb.de.


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