Symphoniekonzert in Selb am 15.02.07
SELB. - Am Donnerstag, dem 15. Februar 2007, um 20:00 Uhr sind die Hofer Symphoniker mit einem weiteren Abokonzert im Rosenthal-Theater in Selb zu Gast.
Nach dem ausverkauften Neujahrskonzert präsentiert das Orchester unter der Leitung von Vincent Grüger ein Programm, das mit drei wunderbaren Höhepunkten der Romantik aufwartet. Eingeleitet wird der Abend mit einem Werk Robert Schumanns. Nachdem dessen eigene Virtuosenlaufbahn am Klavier durch zu intensives Üben und damit Lähmung eines Fingers der rechten Hand vereitelt worden war, widmete er sich umso intensiver dem Komponieren, das ihm Weltruhm einbrachte. Teil seines umfangreichen Werkes ist die Ouvertüre zu Hermann und Dorothea, eine Vertonung des Epos in neun Gesängen von Johann Wolfgang von Goethe. Der Epos Goethes erzählt die Geschichte der unstandesgemäßen Liebe zwischen Hermann und Dorothea in den Zeiten der Französischen Revolution, die sich in der musikalischen Bearbeitung Schumanns widerspiegelt. Die Irrungen der Liebe sind musikalisch ebenso umgesetzt wie das Motiv der „Marseillaise“.
Es folgt das zweifellos herrlichste Werk des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy: das Konzert für Violine und Orchester e-Moll, op. 64. Er schrieb dieses Meisterwerk im Sommer 1844 während eines Landaufenthaltes. Die blühende Melodik, virtuose Brillanz, federnde Rhythmik und feinnervige Instrumentation drückt die Ausgeglichenheit dieser Sommerwochen aus. Als Solistin präsentiert sich die in Lettland geborene, erst 17-jährige Geigerin Paula Šumane. Nach ihrer musikalischen Grundausbildung besuchte sie verschiedene Meisterkurse und begann im Jahr 2005 ihr Violinstudium in Paris. Trotz ihres jugendlichen Alters konnte Paula Šumane schon mit verschiedenen europäischen Orchestern auftreten und ihr Können in zahlreichen Solorecitals präsentieren. Zudem mag Sie dem ein oder anderen Zuschauer als Gewinnerin des 2. Preises des Internationalen Henri-Marteau-Violinwettbewerbs 2005 in Lichtenberg in Erinnerung geblieben sein.
Der „romantische“ Konzertabend findet mit der 6. Symphonie D-Dur, op. 60 von Antonín Dvorák einen berühmten Abschluss. Mit Dvoráks vielseitigem Werk fand das tschechische Musikschaffen seine unverwechselbare nationale Identität, wobei die Symphonien eine Schlüsselposition einnehmen. Seine 6. Symphonie schrieb er zwischen 1878 bis 1880, in seiner so genannten „Slawischen Periode“. Heimatliebe, Naturverbundenheit, tiefe Religiosität, aber ebenso berauschende Lebensfreude kommen im Werk des Komponisten zum Ausdruck.
Die Leitung des Abends hat der Dirigent Vincent Grüger. Nach seinem Kompositionsstudium bei Wolfgang Hufschmidt an der Essener Folkwang Hochschule und der Musikwissenschaften und Romanistik in Bochum wechselte er an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt a. Main, wo er bei Hans Zender sein Kompositionsstudium und bei Hans-Dieter Resch sein Dirigierstudium abschloss. Der vielseitige Dirigent, der sowohl im Konzert- als auch im Opernbereich tätig ist, arbeitet mit zahlreichen europäischen Symphonieorchestern zusammen.
Karten zu 16,00 €, 14,00 €, 12,00 € (ermäßigt 14,00 €, 12,00 € 10,00 €),
Schüler und Studenten 5,00 € sind erhältlich in
Selb: Uschi’s Passage, Sigrid Rüger, Ludwigstraße 47, Telefon 09287 2019;
Rehau: Johann Kätzel, Tabakwaren, Inh. Irmgard Mier, Bahnhofstraße 2, Tel. 09283/3759;
Marktredwitz: Frey Centrum, Telefon 09231 508-286
Wunsiedel: Buchhandlung Böhringer, Ludwigstraße 33, Telefon 09232 2117.
Infos: Kulturamt der Stadt Selb, Tel. 09287/883-119 und 883-125, email: kulturamt@selb.de, Internet: www.selb.de.