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Informationen
Große Kreisstadt Selb
 
Ludwigstraße 6
95100 Selb - Germany
 
Tel.: +49 (0)9287 883-0
Fax  +49 (0)9287 883-190
 
Zeitleiste
Stadt Selb

Aus der Geschichte



12. Jh.
Die Kolonisation im 12. Jahrhundert brachte Siedler aus dem bayerischen Raum in die Region um Selb. Ein Adelsgeschlecht, das sich "de Selewen" nannte, ist seit 1135 fassbar.

1281
Erstmals wird Selb urkundlich erwähnt, als es zusammen  mit dem benachbarten Asch im heutigen Tschechien an den Vogt Heinrich von Plauen verpfändet wurde und Kaiser Rudolf von Habsburg darüber eine Urkunde ausstellen ließ.

1357
Selb wird als Reichslehen an das Geschlecht der "Forster" übertragen, weil von hier aus der Egerer Reichsforst verwaltet wird. 1412 wird Selb an die Burggrafen von Nürnberg verkauft. Diese schufen 1437 das "Sechsämterland", so genannt, weil die Verwaltungsaufgaben dezentral auf sechs Amtsstädte verteilt waren. Eines dieser "Sechsämter" war Selb.

1426
Markgraf Friedrich I. von Bayreuth-Brandenburg verleiht der Stadt ein erstes Stadtrecht. Selb bleibt Zentrum des markgräflichen Forstes und bevorzugtes Jagdrevier der Bayreuther Fürsten. Noch heute erinnern die Hirschgeweihe im Stadtwappen an die jagdgeschichtliche Bedeutung der Stadt.

17. Jh.
Nach mehreren Besitzwechseln und kriegerischen Zerstörungen in den darauffolgenden Jahrhunderten erlangt Selb bis weit ins 18. Jh. Bedeutung als Bergbaustandort in Verbindung mit Hammer- und Eisenschmelzwerken. Die bedeutendsten Hammerwerke (Wenden-, Kaiser-, Schwarzen- und Hendelhammer) nutzen die Wasserkraft der Eger. Bergbau findet sich im Steinbruch auf der Häusellohe (heutiger Schausteinbruch). Das dortige sehr feinkörnige Granitvorkommen, das keine Eisenbeimengungen enthält, wird in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vor allem zur Herstellung von technischen Walzen für die Porzellanindustrie und von Mühlsteinen genutzt.

18. Jh.
Selb ist im 18. Jh. eine Handwerkerstadt mit ca. 1.500 Einwohnern und mit Zünften der Schreiner, Zimmerleute, Gerber, Müller, Schuster und Weber. 1709 errichtet der Papiermacher Johann Georg Jäger eine Papiermühle. Sie wird zum ersten Industriebetrieb der Stadt, der bis in die 1970´er Jahre Bedeutung für die Druckindustrie haben sollte.

1810
Nach dem Friedensschluss von Wien 1809 wird Selb am 30. Juni 1810 bayerisch.

1836
Am 17. Juni 1836 wird Selb zur Stadt erhoben.

1856
Durch die Unachtsamkeit einer Magd geraten am 18. März 1856 die Gebäude der Alten Apotheke in Brand. Das Feuer breitet sich innerhalb weniger Stunden aus und zerstört die gesamte Stadt. 3.500 Einwohner werden obdachlos. Mit dem Wiederaufbau ändert sich das Stadtbild v.a. aber die Erwerbsstruktur grundlegend. Die Porzellanstadt wird geboren.

1857
Impulsgeber für den industriellen Aufschwung der Stadt des Porzellans ist Lorenz Hutschenreuther, der 1857 die erste Porzellanfabrik auf der Ludwigsmühle errichtet. Seine Pioniertat besteht darin, dass er die industrielle Serienfertigung von Porzellan ermöglicht. Das "Weiße Gold" wird auch für Normalbürger erschwinglich. In der Fabrik finden viele der arbeitslos gewordenen Weber eine neue Zukunft.

1864
Der Bahnanschluss an die Strecke Hof – Eger begünstigt die einsetzende, rasante Industrieentwicklung in Selb. Es gründen sich die Porzellanfabriken Jakob Zeidler & Co., J. Rieber, Rosenthal, Krautheim, Müller, Heinrich & Co., Jäger & Werner, Gräf & Krippner, Krautheim & Adelberg, Zeidler & Purucker, Gebr. Hofmann und die Oberfränkische Porzellanfabrik.


1900
Selb hat bereits 7.200 Einwohner. Inzwischen bestehen 20 Porzellanfabriken mit zusammen 100 Rundöfen.

1919
Am 1.7.1919 wird Selb aus dem Landkreis Rehau ausgegliedert und zur kreisfreien Stadt erklärt.

1930
Die Stadt ist auf 14.200 Einwohner angewachsen. Die Zahl der Porzellanfabriken ist jedoch im Zuge der Weltwirtschaftskrise und der Inflation der 20´er Jahre gesunken. Die meisten Fabriken sind durch Fusionen an andere Firmen übergegangen. Die übrig gebliebenen entwickeln sich zu Weltmarken. Heute noch sind die weltweit bekannten Marken Rosenthal, Hutschenreuther und Villeroy&Boch (vorm. Heinrich) in Selb ansässig.

1945
Zum Ende des zweiten Weltkrieges wird Selb von amerikanischen Truppen eingenommen. 3.500 Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten kommen nach Selb.

1972
Im Zuge der Gebietsreform wird Selb als Große Kreisstadt dem Landkreis Wunsiedel zugeordnet. 1978 werden die Gemeinden Erkersreuth, Heidelheim-Steinselb, Längenau, Lauterbach-Wildenau, Mühlbach, Oberweißenbach, Selb-Plößberg, Silberbach, Spielberg, Unterweißenbach und Vielitz eingegliedert.

1990
Die Krise der Porzellanindustrie in den Bereichen Tafel- und Luxusgeschirr kann in den 1990´er Jahren nicht geleugnet werden. Die Zahl der Arbeitsplätze in den Porzellanfirmen geht von 5.000 im Jahr 1965 auf heute unter 1.000 Beschäftigte zurück. Technisierung, Rationalisierung und die kostengünstigere Produktionsverlagerung ins Ausland stürzen Stadt und Region in einen einschneidenden Strukturwandel.

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